GENERATIONENGERECHTE GEMEINSCHAFT

FAMILIEN-KRAFTORT
(MUTTER-KIND-KUR / ELTERN-KIND-KUR)
In der Schweiz gibt es kaum, respektive nicht genügend Orte, an denen Hauptbezugspersonen (oft Mütter) gemeinsam mit ihren Kindern in psychischen Belastungssituationen heilen können. Es fehlen Orte für Menschen im Burn-out, die auch Kinderbetreuungsaufgaben haben und bei denen ältere Kinder und Jugendliche, die vom System betroffen sind, mitreisen können.
Hinweis: In der Anfangsphase unseres Projekts konzentrieren wir uns auf Mütter als Hauptbezugspersonen, da dies derzeit gesellschaftlich der Schwerpunkt ist. Wir planen jedoch, das Projekt mit zunehmender Kapazität auf alle Geschlechter und Rollenverteilungen auszuweiten.
Wieso eine Mutter-Kind-Kur (und später Eltern-Kind-Kur)
Wir glauben das der Einbezug folgender zwei Faktoren den langfristige Nutzen der Entlastung von Hauptbezugspersonen von Kindern (aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Struktur und unserem Fokus in der Aufbauphase des Projekts: "Mütter") deutlich macht:
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Unsere Kindheitserfahrungen prägen unser Verhalten als Erwachsene: Die Verhaltensweisen, die wir als Erwachsene zeigen, sind massgeblich durch unsere Kindheitserfahrungen beeinflusst. Wenn wir unsere "Programmierung" aus diese Erfahrungen nicht aktiv umlernen, wirken sie sich langfristig auf unsere sozialen und emotionalen Fähigkeiten aus.
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Belastende Situationen beeinträhtigen unsere Fähigkeit zu Empathie und Fürsorglichkeit: In belasteten und stressreichen Situationen sind wir oft nicht in der Lage, so empathisch und fürsorglich zu handeln, wie wir es uns wünschen und wie es möglich wäre, wenn wir Unterstützung erhalten.
Die Entlastung einer Mutter ist also nicht nur eine Hilfe für die Familie, sondern hat auch einen langfristigen gesellschaftlichen Nutzen. Kinder, die in empathischen und liebevollen Umfeldern aufwachsen, sind später eher in der Lage, empathisch und liebevoll zu handeln und somit zu einer gesunden und unterstützenden Gesellschaft beizutragen.
Nach unserer Erfahrung ist der Anteil der Eltern, die gestresst, belastet, verstritten, überfordert oder entkräftet sind, weit über 50%. Das zeigen immer wieder unsere Gespräche.
Wenn das zutrifft, dann ist die Entlastung von Eltern nicht nur eine private Angelegenheit, die von Freunden, Großeltern oder privaten Organisationen übernommen werden sollte. Vielmehr ist es die Aufgabe der gesamten Gesellschaft, einen Nährboden für gesunde Elternschaft zu schaffen. Es ist eine Investition in eine Welt, in der alle Mitglieder gesehen und getragen werden und dadurch in der Lage sind, auch andere zu sehen und zu tragen. Es ist eine Investition in eine Welt, in der wir nicht immer aus Angst, zu kurz zu kommen, uns selbst an erste Stelle setzen müssen, weil wir von Kindheit an gelernt haben, dass genug für alle da ist.
Was ist denn eine Mutter-Kind-Kur?
Und wie sieht unsere aus?
Wir kennen das Konzept der „Mutter-Kind-Kur“ aus Deutschland. In Deutschland gibt es verschiedene Formate und Ausprägungen solcher Angebote. Grundsätzlich sind es Orte, an denen Mütter mit ihren Kindern kommen können, um an ihren Themen zu arbeiten. Diese Themen können vielfältig sein: vom Auskurieren einer Erkrankung der Mutter im Zusammensein mit den Kindern (statt im Krankenhaus) bis hin zum Umgang mit belastenden Situationen oder psychischen Erkrankungen. Die Aufenthaltsdauer ist jedoch typischerweise kurz, so dass in Bezug auf letzteres eher eine Impulssetzung und Weichenstellung als ein tiefes Eintauchen in die Heilung möglich ist.
Dieses Angebot ist in Deutschland von den Krankenkassen anerkannt.
In der Schweiz gibt es weniger als eine Handvoll Kliniken mit sehr begrenzter Platzanzahl, in die Mütter mit einem Kind (typischerweise nur bis zum Krabbelalter) gehen können. Es gibt auch Einrichtungen für Familien, die sich in extrem belasteten Situationen befinden (z.B. wenn die KESB involviert ist).
Wir wollen einen Ort schaffen, an dem alle Mütter Heilung finden können, nicht nur diejenigen mit kleinen Kindern und auch die „durchschnittlichen“, die schlichtweg überfordert sind von dem 24/7-Job, für den sie sich nicht geschaffen sind (weil der Homo Sapiens eine kollektiv aufziehende Gattung ist).
Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem eine langfristige und nachaltige Heilung des Systems nicht nur angestossen, sondern auch tatsächlich vollzogen werden kann.
Wir wollen uns dabei darauf besinnen, was Eltern und Kinder wirklich brauchen. Denn was wir brauchen, ist Gemeinschaft. Wir brauchen Allo-Eltern – Menschen, die die Elternschaft mittragen.
Mütter (unsere Zielgruppe in der Anfangsphase) brauchen Schwestern, Tanten, Großmütter und Freundinnen. Sie brauchen Freude, Entspannung, Entlastung, Körperkontakt und gemeinsames Singen. Wir brauchen Menschen, die uns hören und verstehen, und die in der Lage sind, uns zu halten, wenn wir gar nicht mehr können.
Kinder brauchen Zeit, Vertrauen, Liebe und eine Ja-Umgebung sowie Natur.
Das Eltern-Kind-System benötigt Rückverbindung, Sicherheit und positive Erfahrungen.
Das bieten wir in einem sicheren Hafen. Man könnte uns beschreiben als eine Einrichtung, die die Effekte einer psychiatrischen Klinik mit dem entsprechenden medizinischen, psychologischen und entwicklungspsychologischen Fachpersonal bietet, jedoch in einem familien- und kindgerechten Setting mit viel Möglichkeit für Beziehungsarbeit.
Du möchtest diesen Ort mitkreiieren?
Unsere Mutter-Kind-Kur lebt von Menschen:
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Menschen, die sich wünschen, ihre Kinder an einem Ort zu betreuen, an dem sie mit Herzblut wirken können. Menschen, die sich wünschen, dass ihre Kinder dort ihre Neugier erhalten und entfalten können, während wir jederzeit Zeit und Muße haben, für sie da zu sein.
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Menschen, die ihren Schattenseiten ins Auge gesehen haben und sich in ihrer Fülle annehmen und lieben. Menschen, deren Wurzeln tief in Mutter Erde reichen und die im Licht von Vater Himmel erstrahlen. Menschen, die am Wachsen und Erblühen sind und zusammen mit anderen – Gästen und Wirkenden – in ihre Kraft kommen werden.
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Menschen, die aus tiefstem Herzen erleben möchten, wie Gäste in ihre Größe, Kraft und Blüte kommen, wenn sie in Ruhe, Verbindung und Liebe leben dürfen.
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Menschen, die Gleichwürdigkeit auch im Materiellen leben möchten und wissen, dass alles, was von Herzen kommt, gleichermaßen zum Wohle des Ganzen beiträgt – egal, ob die Person Körper, Seele und Geist von Altem befreit oder den Küchenboden von Schmutz reinigt. Egal, ob die Person das Leintuch glatt bezieht, die Bügelwäsche macht oder für glatte Prozesse und starke Finanzstrukturen sorgt. Egal, ob die Person die Babys der Gäste betreut, die Jugendlichen vor Ort begleitet und im Fussballspiel beiläufig alte Wunden heilt.
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Menschen, die bereit sind, persönliche und gemeinschaftliche Prozesse zu durchlaufen und Konflikte, Hürden und Hindernisse als Chancen erkennen und ihnen in die Augen blicken.
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Menschen, die daran glauben, dass Gemeinschaft, Schwester- und Brüderschaft tragen, auch inmitten einer materiellen Welt.
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Menschen, die annehmen und geben, dienen und empfangen. Menschen, die lieben
Unterstützung
Die Schweiz ist mehr als bereit für eine Mutter-Kind-Kur – besser gesagt, für viele davon. Wir sind dankbar für jede Unterstützung, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Folgende Arten der Unterstützung können wir uns konkret für unser Projekt vorstellen:
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Ort suchen: Wir suchen einen Ort, an dem unsere Gäste und Mitarbeitenden wohnen und wirken können. Ideal wäre ein Ort für 20 bis 200 Betten – vielleicht ein Kloster, das seine Basis in Liebe, Anbindung ans Göttliche, Heilwirken, Bildung und Kräuterwirkung sowie Brüder- und/oder Schwesternschaft erhalten möchte. Oder ein Dorf, das wieder zu seiner Verbundenheit aufblühen möchte. Tipps oder noch besser Kontakte sind herzlich willkommen.
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Zusammenarbeit mit Krankenkassen und Institutionen: Wir suchen und wünschen die Zusammenarbeit mit Krankenkassen oder anderen Institutionen, die unser Projekt unterstützen möchten.
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Finanzielle Unterstützung und Philanthropie: Wir gehen davon aus, dass die Mutter-Kind-Kur im Endstadium selbsttragend sein wird, da der gesellschaftliche Nutzen die Kosten mehr als wettmacht. In der Anfangsphase sind wir jedoch unglaublich dankbar für finanzielle Zuwendungen.
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Tatkräftige Unterstützung: Wir freuen uns über handwerkliche, rechtliche, administrative oder andere pro bono Unterstützung.
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Initiatoren und Manifestoren: Wir möchten Menschen anziehen, die total für das Projekt brennen und es mittragen. Idealerweise Menschen mit einem Hintergrund in einem oder sogar mehreren der folgenden Berufe und Berufungen (Bezeichnungen mehrheitlich in weiblicher Form, aber für alle Geschlechter offen):
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Psychiaterin, Psychologin
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Kinderkrankenpflegeperson
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Hebamme / Doula
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Ärztin
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Fachperson Betreuung
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Artgerecht-Baby-Coach oder Artgerecht-Kleinkind-Coach
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Yogini
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Schamanin
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Frauenwissen-Tragende
Schossraumheilerin, Mondmutter, Weiblichkeitsbegleiterin -
Männerkreishalter, Männerheiler
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Älteste, Großmutter
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Köchin mit Entgiftungs- und Gesundheitswissen (z.B. 5-Elemente, Ayurveda)
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Physiotherapeutin
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TCM-Praktizierende
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Lehrperson mit Freiheitsliebe
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Sozialarbeiterin oder Sozialpädagogin
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Masseurin oder Bodyworkerin
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Life Coach
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Anwältin oder Finanzspezialistin
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Sprich darüber
Zum Schluss möchten wir dich einladen, über deine Erfahrungen in der Elternschaft zu sprechen. Teile sowohl die schönen Momente als auch die Herausforderungen. Wir haben oft die Erfahrung gemacht, dass das Teilen von Schwierigkeiten nicht nur Gehör findet, sondern auch auf ähnliche Geschichten stößt. Niemand ist allein mit den Herausforderungen der Elternschaft. Doch oft sprechen wir zu wenig darüber, weshalb es nicht genügend Anlaufstellen gibt. Deshalb laden wir dich ein, deine Erfahrungen offen zu teilen.
Gerne kannst du auch über unser Projekt sprechen und es anderen Menschen empfehlen. Wir sind fest davon überzeugt, dass diese energetische Unterstützung entscheidend dazu beiträgt, Dinge in der materiellen Welt zu manifestieren.